ZUM GEDENKEN AN HEDWIG HENNEBÖHL

 

BILDLEGENDE. Anlässlich des 80. Geburstages von Hedwig Hennböhl trafen sich an ihrem Grab auf dem Lauerbacher Friedhof Gerd Schubart, Pflegedirektor im Kreiskrankenhaus Erbach, Ursula Küntges, ehemalige Leiterin der Krankenpflegeschule und langjährige Freundin, Michael Vetter, Geschäftsführer beim Zentrum Gemeinschaftshilfe, Landrat Horst Schnur, Werner Wacker, langjähriger Verwaltungsdirektor beim Kreiskrankenhaus Erbach und Gudrun Johe, Pflegedienstleiterin beim Zentrum Gemeinschaftshilfe.

 

 

(ERBACH). – Dieser Tage wäre der 80. Geburtstag von Hedwig Henneböhl gewesen, die in Grevenbroich zur Welt kam und von 1969 bis 1987 als Oberin und Mitglied der Betriebsleitung mitverantwortlich für das Kreiskrankenhaus Erbach war. Am 24. November 1999 plötzlich und viel zu früh verstorben.

 

Hedwig Henneböhl war eine Persönlichkeit, die geprägt von ihrer christlichen und sozialen Grundhaltung ihr ganzes Leben für kranke, alte und hilfsbedürftige Menschen eingebracht und darüber hinaus sich dem Gemeinwohl verpflichtet gefühlt hat.

 

Von 1951 bis 1988 war Hedwig Henneböhl beim Deutschen Bundesverband für Krankenpflege Vorstandsmitglied und Landesoberin für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland.

 

Von 1972 bis 1992 setzte sie kommunalpolitische Akzente als Fraktionsmitglied der Sozialdemokratischen Partei in der Erbacher Stadtverordnetenversammlung, davon war Hedwig Henneböhl zwölf Jahre im Parlament Vorsitzende des Sozialausschusses.

 

Von 1994 bis 1999 war sie beim DRK-Kreisverband Odenwaldkreis e.V. Mitglied im Kreisvorstand. Über viele Jahre gehörte sie auch dem Vorstand der Behindertenhilfe des Odenwaldkreises e.V. an.

 

Von 1994 bis 1999 war Hedwig Henneböhl Vorsitzende des Ortsbeirates im Erbacher Stadtteil Erlenbach.

 

Im Jahr 1974 gründete sie den „Mittwochskreis“ für Senioren. Von 1996 bis 1999 war Hedwig Henneböhl Vorsitzende des Seniorenbeirates des Odenwaldkreises. Im Jahr 1996 war sie an der Gründung des Seniorenbüros der Kreisstadt Erbach maßgeblich beteiligt. Vielen in der Region war sie auch als Autorin der Seniorenzeitung des Odenwaldkreises gut bekannt.

 

Gewürdigt wurde ihr unermüdlicher Einsatz mit der Ehrenbürgerschaft der Kreisstadt Erbach, der Ehrenplakette des Odenwaldkreises in Bronze und dem Bundesverdienstkreuz.

 

Ihr lag insbesondere mit der Gründung des Zentrum Gemeinschaftshilfe im Odenwaldkreis sehr an einer flächendeckenden Versorgung für den Landkreis in der ambulanten Alten- und Krankenpflege sowie dem Mahlzeitendienst „Essen auf Rädern“. Den Aufbau der Einrichtung ab 1974 bis 1992 haben Hedwig Henneböhl und Werner Wacker, damals Verwaltungsdirektor des Kreiskrankenhauses Erbach, ehrenamtlich übernommen.

 

Zur bleibenden Erinnerung an Hedwig Henneböhl haben die Verbandsversammlung des Zentrum Gemeinschaftshilfe unter Vorsitz der Bundestagsabgeordneten Dr. Erika Ober und der Verbandsvorstand unter Vorsitz von Landrat Horst Schnur bereits im Jahr 2003 einstimmig beschlossen, dass mit Inbetriebnahme der stationären Pflegeeinrichtung in der Seniorenwohnanlage Beerfelden die Einrichtung den Namen „Seniorenresidenz Hedwig Henneböhl - Wohn- und Pflegeheim in Beerfelden“ erhält.