Michael Vetter 20 Jahre Geschäftsführer

Bildlegende: Mit einer kleinen Feierstunde haben die engsten Mitarbeiter Michael Vetter überrascht und ihm zu seinem 20-jährigen Jubiläum als Geschäftsführer ein kleines Präsent überreicht. Auch nach zwei Jahrzehnten als Geschäftsführer steckt der Jubilar immer noch voller neuer Ideen und Visionen.

 

Vor etwas über 20 Jahren, zum Jahresbeginn 1993, hat Michael Vetter die Geschäftsführung des Zweckverbandes Zentrum Gemeinschaftshilfe im Odenwaldkreis übernommen. Michael Vetter hat damit als hauptamtlicher Geschäftsführer die Nachfolge von Hedwig Henneböhl und Werner Wacker angetreten, die das Zentrum Gemeinschaftshilfe seit dessen Gründung im Jahr 1974 aus dem Kreiskrankenhaus Erbach heraus ehrenamtlich geleitet haben. Werner Wacker ist noch heute ehrenamtlicher Stellvertretender Geschäftsführer.

Das Zentrum Gemeinschaftshilfe hat sich als Einrichtung für die ambulante Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege unter Michael Vetter zu einer wichtigen Säule im Gesundheitssystem des Odenwaldkreises entwickelt.

Zum Beginn des Jahres 2010 wurden die Aufgaben des Zweckverbandes Zentrum Gemeinschaftshilfe auf das Pflegezentrum Odenwald als Rechtsnachfolger übertragen. Dieses wurde auf Betreiben von Michael Vetter 1998 gegründet und nimmt seit der Übertragung die Aufgaben der ambulanten Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege wahr, ohne dabei noch öffentliche Mittel in Anspruch zu nehmen. Das Pflegezentrum Odenwald wird auch die Betreiberin der auf Initiative von Michael Vetter im Jahr 1998 gekauften Seniorenresidenz Hedwig Henneböhl in Beerfelden mit insgesamt 106 Pflegeplätzen und 22 seniorengerechten Wohnungen sein. Nach Eröffnung werden dort bis zu 60 neue Arbeitsplätze entstehen.

Daneben konnte die Frühberatungsstelle, die nach wie vor beim Zweckverband Zentrum Gemeinschaftshilfe angesiedelt ist und Hilfen für entwicklungsauffällige Kinder bis zum Einschulungsalter anbietet, unter seiner Leitung ausgebaut werden.

 

Zahl der Mitarbeiter bis heute verdreifacht

Während der Zeit seiner Tätigkeit als Geschäftsführer ist es Michael Vetter gelungen, die Zahl der Beschäftigten von ursprünglich 34 auf heute etwa 100 zu erhöhen. Damit hat er einen wichtigen Beitrag zur Schaffung von Arbeitsplätzen in der Region geleistet.

In Bezug auf die beschäftigten Mitarbeiter setzt sich Michael Vetter sehr für deren innerbetriebliche Fortbildung ein. Als eine der wenigen ambulanten Pflegeeinrichtungen bildet das Pflegezentrum Odenwald derzeit eine Altenpflegerin aus. Auch in der Vergangenheit wurden bereits mehrere Schüler erfolgreich ausgebildet. Persönlich hat Michael Vetter eine zweijährige berufsbegleitende Weiterbildung zur Leitung einer stationären Alteneinrichtung erfolgreich abgeschlossen.

 

Strukturen verbessert

Zur Verbesserung der Strukturen in der ambulanten Pflege wurde unter seiner Verantwortung außerdem zu Beginn der neunziger Jahre zusätzlich zu der Geschäftstelle in Erbach je ein Büro der ambulanten Pflege in Bad König, Beerfelden und Reichelsheim errichtet. Diese Büros dienen vor Ort der Bevölkerung als Anlaufstelle und gewährleisten kurze Wege zu den Patienten. Im Hinblick auf die beschäftigten Mitarbeiter wird versucht, diese nach Möglichkeit wohnortnah einzusetzen.

Um der Expansion der Einrichtung Rechnung zu tragen wurde darüber hinaus die Geschäftsstelle am Kreiskrankenhaus in Erbach im Jahr 1998 erweitert.

Im Jahr 2006 wurde außerdem aus der Pflegezentrum Odenwald GmbH heraus die Pflegestiftung Odenwald gegründet. Diese hat sich in ihrem Stiftungsgeschäft und in ihrer Stiftungssatzung den Zweck gegeben, ausschließlich den Zweckverband Zentrum Gemeinschaftshilfe im Odenwaldkreis und das Pflegezentrum Odenwald bei deren Aufgabenerfüllung, insbesondere der ambulanten und auch stationären Alten- und Krankenpflege der Odenwälder Bevölkerung, zu fördern. Die gegründete Stiftung ist gemeinnützig und übernimmt im Hinblick auf die demographische Entwicklung ohne eine öffentliche Förderung eine wichtige Aufgabe zum Wohle der im Odenwaldkreis lebenden Menschen.

Unter den gegenwärtig sehr schwierigen Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen ist Michael Vetter sehr zufrieden darüber, dass Patient und Angehörige beim Pflegezentrum Odenwald weiterhin im Mittelpunkt stehen. Damit kann auch die Arbeit im Sinne von Hedwig Henneböhl fortgesetzt werden. Bemängelt wird vom Geschäftsführer der zunehmende Verwaltungsaufwand bedingt durch gesetzliche Regelungen. „Diese Entwicklung ist in einer Zeit, in der Bürokratie eigentlich abgebaut werden sollte und Finanzmittel knapp sind im Sinne der Patientenversorgung durch die Politik dringend zu überdenken“, so Vetter.

Neben seiner beruflichen Tätigkeit ist Michael Vetter auch ehrenamtlich tätig. So ist er als ehrenamtlicher Kreisbeigeordneter beim Odenwaldkreis Beauftragter für Arbeit und Soziale Sicherung.

Darüber hinaus gehört er auch dem Aufsichtsrat der Gesundheitszentrum Odenwaldkreis GmbH an.

Für die Zukunft ist es dem Jubilar vor allem wichtig, dass die in der Region lebenden Menschen auch weiterhin eine umfassende ambulante und qualitativ hochwertige pflegerische Versorgung erhalten können, unabhängig davon, ob sie beispielsweise in Erbach oder Michelstadt oder aber in abgelegenen Ortschaften wie in Hesselbach oder der Raubach leben.